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Alvor Portimao, Faro, Algarve, Portugal

Portugal

Die Geschichte Portugals

Portugal ist aufgrund seiner langen Küste eng mit der Seefahrt verbunden. Es ist Fremden gegenüber offen und aufgeschlossen. Unterschiedliche Völker, wie z.B. die Griechen, die Phönizier, die Römer, die nordischen Völker und die Mauren haben ihre Spuren hinterlassen. Das Land gehört zu den ältesten in Europa.

Die Iberer kamen ungefähr 2000 v. Chr. aus Nordafrika auf die Halbinsel. Die Phönizier gründeten ab 1200 v. Chr. die ersten Seefahrerkolonien an den Küsten. Die darauf folgenden Kelten vermischten sich ungefähr ab 600 v. Chr. mit den Iberern. Aus diesem Zusammenschluss entstandenen die Keltiberern, welche zum Stamm der Lusitaner gehörten. Dieser Stamm war bei den Römern als Kämpfer bekannt. Die Mauren eroberten ab 711 die Iberische Halbinsel.

Im 12. Jahrhundert wurde Portugal von den anderen Königreichen der Iberischen Halbinsel unabhängig. Ein Jahrhundert später wurde die Algarve erobert und die Grenzen Portugals waren damit endgültig bestimmt. Lissabon wurde 1256 zur Hauptstadt ernannt.

Eine der ältesten Universitäten Europas wurde Ende des 13. Jahrhunderts in der Stadt Coimbra gegründet.

 

Portugiesen verließen im 14. Jahrhundert Portugal mit ihren Schiffen zu Erkundungsfahrten in Richtung der Kanaren. Dabei besuchten sie auch Fuerteventura.

 

Im Zeitraum von 1495 bis 1521 gelang es Portugal sich im europäischen Handel erfolgreich zu behaupten, ebenfalls wurde es eine bedeutende Seemacht. Im 14., 15. und 16. Jahrhundert erkundeten als erste Europäer die Portugiesen Afrika, den Fernen Osten und Südamerika. In dieser Zeit wurden auch die Inselgruppen Madeira und die Azoren im Atlantik entdeckt. Diese Inseln gehören zu Portugal. Das Land gehörte zu den reichsten Nationen in Europa und war eine Weltmacht.

Es folgten Probleme bei der Thronfolge, weshalb Portugal von 1580 bis 1640 unter spanischer Herrschaft war. Portugal war somit spanische Provinz, verlor seine Unabhängigkeit und Teile seiner Kolonien. Erst nach einer Adelsrevolte in 1640 haben sie ihre Unabhängigkeit durch einen neuen portugiesischen König zurück erhalten.

Durch ein großes Erdbeben 1755 wurden viele Teile der Hauptstadt vernichtet. Die Stadt wurde wieder aufgebaut und das Land wurde zu einem aufgeklärten absolutistischen Staat umgeformt. Teilweise wurden dafür drastische Mittel angewandt. Zur Versorgung der Stadt Lissabon wurde im 18. Jahrhundert das große Aquädukt errichtet. Zu dieser Zeit wurde auch das riesige Palast-Kloster von Mafra gebaut.

Die Zeit der Monarchie endete im Jahr 1910 durch eine Revolution. Der damalige König Manuel II. ging nach England ins Exil. Es entstand die Republik. Die andauernden Kämpfe zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen hatten die Monarchie zu sehr geschwächt.

Nach der Revolution gab es weiterhin Auseinandersetzung zwischen den konservativen und den sozialistischen Vereinigungen. Durch den sozialistischen Einfluss kam es zunächst zu Verstaatlichungen und zu Landreformen. 1976 wurde der Sozialismus als Staatsziel definiert. Überraschend war, dass das Land nach den Neuwahlen 1976 wieder zu einer parlamentarischen Demokratie zurückkehrte. 1986 trat Portugal der Europäischen Union bei.

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