Diving spermwhale

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Pair of Jumping Dolphins

Vulcão dos Capelinhos, Faial, Azores

Urlaub auf den Azoren - Mitten im Atlantik

Zur portugiesischen Inselgruppe Ilhas dos Açores („Habichtsinseln“) gehören neun größere Inseln und etliche Kleininseln mit einer Gesamtfläche von etwa 2300 qkm und einer Bevölkerung von knapp 250.000 Einwohnern.

Die verwaltungsmäßig eine autonome Region bildenden Azoren liegen auf halbem Weg zwischen Südeuropa und Nordamerika im Bereich des nördlichen 38. Breitengrades auf etwa gleicher Höhe wie Washington D.C. und Lissabon. Vom portugiesischen Festland sind die Azoren knapp 1400 km und vom kanadischen Neufundland etwa 1900 km entfernt. Die Inseln werden in drei Untergruppen aufgeteilt: Corvo und Flores bilden die westlichste Gruppe („Grupo Ocidental“), die etwa 400 Kilometer von der östlichsten Azoren-Hauptinsel Santa Maria entfernt liegt. Santa Maria, die einzige Azoren-Insel, die nicht vulkanischen Ursprungs ist, bildet zusammen mit São Miguel und den acht kleinen, unbewohnten Formigas-Inseln die „Grupo Oriental“.

Die Mittelgruppe mit São Jorge, Faial, Graciosa, Pico und Terceira wird „Grupo Central“ genannt. Auf den Azoren, die von extrem raschen Witterungs-Umschlägen geprägt sind, werden selten Temperaturen über 25 °C und unter 10 °C gemessen. Das vorwiegend angenehm-feucht-warme Wetter sorgt auf den Inseln für eine zumeist üppige Vegetation in einer Landschaft, die durch eine besondere Vielfalt von nur hier vorkommenden Pflanzen- und Tierarten charakterisiert ist. Atlantische Lage, beeindruckende Meer- und Insellandschaften und vor allem die sprichwörtliche Gastfreundschaft der überaus herzlichen Einheimischen haben die Azoren zunehmend zu einem Reiseziel vieler Touristen werden lassen. Im Vordergrund der insularen Tourismus-Konzepte stehen vor allem Individual- und Ökotourismus.

Massentourismuszentren sucht man auf den Azoren vergeblich. Zu den Hauptattraktionen der wahrscheinlich im Altertum von phönizischen Seefahrern betretenen und im 15. Jahrhundert von Portugiesen (wieder)entdeckten und in Folge von ihnen besiedelten Inseln gehört die pittoreske, durch die Farben Schwarz und Weiß dominierte Altstadt der Azoren-Hauptstadt Ponta Delgada auf der mit 745 qkm größten Insel São Miguel. Das landschaftlich reizvolle São Miguel, auf der etwa die Hälfte der Inselbevölkerung lebt, ist das politische und wirtschaftliche Zentrum der Inselregion.

Die mit 97 qkm Fläche wesentlich kleinere Nachbarinsel Santa Maria (5500 Einwohner) ist als Garteninsel und als Insel der farbigen Türen und Fenster bekannt. Die durch ihre besonders urwüchsige, vulkanische Landschaft bestimmte Insel Terceira (400 qkm, 55000 Einwohner) ist berühmt durch ihre zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Stadt Angra do Heroismos, der ältesten Stadt der Azoren (Stadtrecht seit 1534). Auf der vulkanreichen Insel Pico (445 qkm) erhebt sich mit 2351 m Portugals höchster Berg: Der Vulkankegel Pico, von dessen Rand sich dem Gipfelwanderer ein einmaliger Überblick über die Inseln der „Grupo Central“ bietet. An die zahlreichen Vulkanausbrüche der Vergangenheit erinnern auf Pico die vielen, von Lavagestein-Mauern eingefriedeten Obst- und Weingärten. Wie auch die übrigen Inseln des Archipels faszinieren auch Flores und das winzige Corvo insbesondere durch den Reiz des Abgeschiedenseins in atlantischer Weite.

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